Wie alles begann

Ich bin ein klein bisschen füllig geworden. Das lässt sich schon beim Blick in den Spiegel nicht bestreiten. Eher apfel- als birnenförmig. Wenn ich mich richtig erinnere, die ungesündere Variante. Gemeinerweise könnte man auch Bierbauch dazu sagen. Die Waage bestätigt den ersten Eindruck. Bei einer Größe von 1,85 Metern zeigt Sie knapp 95 Kilo an. Keine guten Voraussetzungen für die kommenden Jahre …

Parallel dazu merke ich, dass es mir immer schwerer fällt, dem Bus oder der U-Bahn hinterherzusprinten. Ich komme fürchterlich ins Schnaufen und das Herz schlägt mir bis zum Halse. Obwohl, der echte Sprinter war ich noch nie. Schon in der Schule hab‘ ich beim 50- oder 100-Meter-Lauf ziemlich kläglich versagt. Meine Stärke konnte ich erst ab längeren Distanzen wie den 5.000 Metern ausspielen. Das ist bis heute auch so geblieben. Ich gehe regelmäßig am Wochenende in die Berge und noch vor 4 Jahren habe ich auf meiner Lieblingsinsel La Palma in 15 Stunden die Caldera umrundet. Immerhin 40 Kilometer bei gut 1.000 Höhenmetern im Auf- und 2.000 Höhenmetern im Abstieg.

Nichts desto trotz. Es muss sich etwas ändern. Meine sportlichen Aktivitäten beschränken sich mehr und mehr auf einige wenige schöne Tage im Jahr. Dazu ab und zu Fitnessstudio, wo ich mich in letzter Zeit aber oft direkt von der Umkleide in die Sauna verzogen habe.

Im beruflichen Alltag sitze ich dagegen fast durchgehend. Im Büro, im Besprechungsraum, im Auto, der Bahn oder dem Flugzeug. An manchen Tagen ist der weiteste Weg der von der U-Bahnstation bis zum Büro (und das ist wirklich nicht weit). Es muss sich also etwas ändern. Es muss Bewegung in meinen Alltag (und nicht nur ins Wochenende). Bevor sich die ersten ernsthaften Gesundheitsprobleme einstellen.

An diesem Punkt bin ich im Rahmen einiger Recherchen im Internet auf die Aktion 10.000 Schritte gestoßen. Bedeutet: Pro Tag sollten wir mindestens 10.000 Schritte zu Fuß zurücklegen. Der durchschnittliche Deutsche schafft übrigens nicht mal die Hälfte. Und da ich kleine technische Spielereien liebe, habe ich mir erst mal einen Schrittzähler zugelegt um zu messen, wie weit ich mich täglich bewege. Genaugenommen sind es sogar zwei Schrittzähler geworden: Der Omron Walking Style IV und das Fitnessarmband Garmin vivofit, um zu vergleichen, ob die beiden auch korrekt zählen. OK, wirklich mehr bewegt habe ich mich damit zwar noch nicht, aber das kommt in den nächsten Wochen. Ich werd‘ Euch auf dem Laufenden halten …

3 Gedanken zu „Wie alles begann

  1. Oh je, ich glaub‘ dieses Problem kennen wir alle. Wenn da nicht immer dieser Innere Schweinehund wäre. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg!

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